Freitag, 28. Oktober 2016

Portugalreise (Teil 2) * trip to Portugal


Ich freue mich, dass euch der erste Teil
meiner Rundreise durch Portugal so gefallen hat
und für die zahlreichen Kommentare dazu.


Deshalb nehme ich euch heute gerne wieder mit...


Wir sind am dritten Tag an die Algarve gefahren.

Da es regnetet, war es nicht schlimm 
ein weites Stück zu fahren.
Wir sind überwiegend auf der Autobahn gedüst,
denn das ging schneller.

An der Küste war es wieder schön
und so erreichten wir Albufeira an der Algarve.



Wieder einmal hatten wir erst einen Tag zuvor eine Unterkunft gebucht.
Per Handy über "booking.com" kein Problem.

Im Golden Beach bekamen wir für ein Apartement
für zwei Übernachtungen.

Eine traumhafte Anlage mit einem der saubersten Pools,
die ich jemals im Süden sah.


Nachdem wir eine Bootstour entlang der Küste gebucht hatten
gingen wir zu Fuß zum Hafen.

Wir waren unglaublich lange unterwegs,
aber wir entdeckten sehr schöne Gassen und Winkel.

Der Ort ist sehr touristisch ausgerichtet,
hat jedoch wirklich auch ruhige Ecken.


 Dann ging es mit dem Boot die Küste entlang.

Wir sind an wunderschönen Buchten vorbei gefahren
und haben tolle Klippen gesehen.


Diese Bilder kennt man ja 
und sie sind typisch für die Algarve.

Wenn man es vor Ort sieht, ist es noch schöner als
in den bunten Reisekatalogen von Portugal.

Es gibt unzählige "Brücken", "Türme" 
und Höhlen zu entdecken.

Natürlich sind wir auch zum schönsten Ort gefahren,
der "Kathedrale"!


Gerade als wir in die Höhle hinein fuhren,
schien die Sonne durch die Deckenöffnung.

Das war wirklich magisch.

Seht nur das Farbenspiel des Gesteins!


Wir haben uns anschließend von der Küste entfernt
und hatten das Glück auf Delfine zu treffen.

Mindestens zehn Tiere mit Jungtieren 
begleitenten lange Zeit unser Boot.

Das war eine tolle Begegnung, sage ich euch.


 Von Albufeira aus fuhren wir an einen kleinen Ort an der Westküste.

Von diesem Ort schwärmte Jonas,
bei dem wir die Bootstour gebucht haben.

Wir wurden nicht enttäuscht
und trefen eine deutsche Aussteigerin.

Die gab uns den Tipp, zum schönsten Strand
von Portugal zu gehen.
Also machten wir uns auf den Weg dorthin.

In einem kleinen Supermarkt nahmen wir Oliven,
Gebäck, Brot und Käse mit.


Um zum Strand zu gelangen mussten wir durch einen flachen Fluß waten.
Das Wasser war knietief und glasklar.

Hinter dem Fluß lag eine gewaltige Sanddüne, 
dahinter fanden wir einen fast menschenleeren Strand.

Traumhaft!

Wir picknickten an diesem Traumort
und fuhren dann wieder weiter in den Norden.
Abends nächtigten wir in Vila Franca de Xira.

Dort besuchten wir am nächsten Morgen 
die wunderschöne Markthalle
und kauften weiteren Proviant ein,
nachdem wir in einer kleinen Patisserie frühstückten.


Wir lieben diese ursprünglichen Orte
und die Menschen dort.

Für einen Kaffee bezalt man hier 60 Cent.
Die 6 Feigen kosteten uns gerade mal 20 Cent,
ein Brot 1,10.

Weiter ging unsere Fahrt nach Nazaré.
Ein Kellner hatte uns berichtet,
dass dort die höchsten Wellen Portugals wären.

Als wir in dem Küstenort ankamen,
herrschte reges Treiben, denn es war Wettkampftag
"The big wave"!


Die Wellen waren wirklich hoch, aber scheinbar
sind sie sonst noch gewaltiger.

Unzählige Sportreporter und Kamerateams waren vor Ort,
aber es war zu wenig Wellengang.

Wir setzten uns auf die höchste Klippe, picknickten
und genossen einfach die Aussicht aufs Meer.


Von Nazaré aus brachen wir nach Coimbra auf.

Coimbra ist die drittgrößte Stadt Portugals,
mit einerUniversität aus dem 12 Jahrhundert.

Wir buchten ein schönes Hotelzimmer mit Panoramablick (Foto).


Zufuß gingen wir hoch zur Uni und besichtigten
diese und die alte Bibliothek aus dem 12 Jahrhundert.

Leider durfte man dort nicht fotografieren,
aber es war sehr beeindruckend.

Den Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang 
durch die Gassen der Stadt.

Von Coimbra aus reisten wir an den letzten Ort unserer Rundreise.
Porto!


Wir gaben das Auto ab und blieben für drei Tage 
in der zweitgrößten portugisischen Stadt, die zum
Unesco Weltkulturerbe zählt.

Über air bnb bezogen wir eine private Unterkunft.

Von hier aus erkundeten wir die Stadt.
Wir nahmen an einem Musikabend teil, Fado genannt.

Ich zeige Euch Porto einfach mal in meinem Reisetagebuch:


Natürlich durfte auch eine Führung und Verkostung
in einer Portweinkellerei nicht fehlen.

Im Internet lasen wir, dass man bei "Grahams" sehr kleine
und persönliche Touren bekommt, keine Massenabfertigung.

Das stimmte absolut und wir waren froh,
dort teilgenommen zu haben.


In jedem dieser Tanks lagern jeweils unglaubliche 
70.000 Liter Wein.

Nach zwei Jahren Lagerung geht erst 
die Portweinproduktion los.

Die ältesten Portweine bei Grahams sind 140 Jahre alt.

Wir testeten später allerdings 
nur bis 20 Jahre alte Portweine.


Außerdem besichtigten wir noch die Kathedrale, 
die Buchhandlung Lello im Jugendstil, 
die städtische Musikhalle
und die alte Börse (sehr sehenswert!!!).


Am schönsten fand ich Porto in der Dunkelheit.

Dann hatte die Stadt einen tollen Charme.


Oben auf dem Berg liegt ein altes Kloster.

Davor ist die Brücke, die ein Schüler von Gustav Eiffel baute.

Zum Abschluß zeige ich euch noch 
ein historisches Foto vom Brückenbau,
das ich in einem Café entdeckte.


So, das war eine richtige Bilderflut, oder?

Das kommt daher, dass ich mich wirklich in dieses Land verliebt habe.
Dieses geschah bereits vor zwei Jahren 
als wir Lissabon besuchten,
aber jetzt noch viel mehr.

Vielleicht hat diejenigenvon euch  neugierig gemacht,
die Portugal noch nicht kennen.

Wenn man englisch sprechen kann, 
ist Portugal überhaupt kein Problem.

Ich wünsche Euch einen ruhigen Freitag
und ein schönes Wochenende. Bis bald,








Sonntag, 23. Oktober 2016

Auszeit beendet * break ending


Hallo meine Lieben, da bin ich wieder!!!

Meine Auszeit ist beendet,
Mich haben die vielen Mails gefreut, 
die deshalb bei mir eingegangen sind.


Ich habe die kurze Pause gebraucht, 
weil ich mittlerweile zwei Jobs habe
und da bleibt natürlich weniger Zeit übrig.


Ich arbeite als Food-Stylistin und Fotografin.
Eine tolle Arbeit, in der ich genauso aufgehe 
wie als Künstlerin.


Die letzten Tage habe ich auf  einer Reise verbracht,
von der ich euch heute gerne etwas zeigen möchte.
Was meint ihr wo diese Weinberge sein könnten?


Das ist im Dourotal, im Nordosten Portugals!
Es ist ein Weinanbaugebiet  
inmitten einer lieblichen Hügellandschaft.
Die Trauben werden überwiegend für die Portweinherstellung verwendet.
Überall an den Berghängen kann man die großen Namen
wie Sandemann, Tylors und Grahams lesen.

Um dorthin zu kommen, sind wir nach Porto geflogen.
Das ist Portugals zweitgrößte Stadt.
Vom Flughafen aus sind mein Herzallerliebster und ich
mit einem Mietwagen in Richtung Douro aufgebrochen.


Auf unserem Weg dorthin kamen wir an den
großen Waldbrandflächen des vergangenen Sommers vorbei.

Große Gebiete fielen den Flammen zum Opfer,
wie hier im Hintergrund.

Dadurch haben viele Menschen 
ihre Lebensgrundlage verloren.


Kurz vor dem Douro Fluß kamen wir an diesen
ungewöhnlichen Bauten vorbei.

Es waren einmal kleine Vorratshäuser für das Tierfutter,
um es vor Wölfen und Plünderung zu schützen.
Man sieht sie noch oft in den kleinen Dörfern.


Im Dourotal fährt man am Flußlauf vorbei
und kann in einem der weißen Dörfer pausieren.
Wir haben uns mit Tapas verwöhnen lassen,
die wir dierkt am Wasser genießen durften.
Die tolle Aussicht bekamen wir gratis dazu!


Im Oktober sind nur wenige Touristen unterwegs,
und oft waren diese auf den Bootstouren unterwegs.

Auf dem Douro gibt es keinen großen Schiffsverkehr,
außer den wenigen Ausflugsschiffen.
Alles ist noch sehr ursprünglich.


Wir haben dann irgendwann den Flußlauf verlassen
und sind durch die Berge in Richtung Nationalpark gefahren.

Die Straßen sind übrigens sehr gut ausgebaut.
Gegen Abend haben wir immer per Handy
irgendwo ein Hotelzimmer gebucht.
Das ist heutzutage ja richtig einfach geworden.

Oftmals haben wir uns in kleinen Dorf-Supermärkten
einen Laib Käse, etwas Brot und Oliven gekauft
und haben unterwegs im Sonnenuntergang gepicknickt.
Danach sind wir in aller Ruhe zum Hotel gefahren.
Das Frühstück nahmen wir meistens in kleinen
Patisserien in Hotelnähe ein.

Wir lieben es zwischen Einheimischen zu sitzen und
die Leute und deren Gewohnheiten mitzuerleben.
(Für einen Kaffee bezahlten wir hier lediglich 0,60 Euro.)

Die Sonne und der Nebel verwndelten die Landschaft
in ein grandioses Gemälde.
Erinnerungen an die Toskana wurden wach.

Wir brachen in Portugals höchstes Gebirge auf,
der Serra da Estrela.
Fast 2000 Meter hoch ist dieses Gebirge.
Da die Wolken am Morgen so tief hingen,
konnten wir nicht viel sehen.
Die bizarren Granitbrocken und der Nebel
tauchten alles in eine mystische Stimmung.


Gerade das fand ich unbeschreiblich schön.
Es herrschte absolute Stille dort.

Nach jedem Felsbrocken kamen andere Ansichten,
die mich an Norwegen erinnerten.


Die Farbe waren gedämpft,
ebenso die Geräusche.

Ich konnte gar nicht genug bekommen 
von dieser Stimmung!


Dann ging es weiter ins Gebirge.

Unser Weg schlängelte sich langsam bergauf
und immer tiefer in den Nationalpark hinein.


Wir passierten viele Bergdörfer auf guten Straßen
und kamen an herrlichen Wäldern vorbei.

Die Heide blühte am Wegesrand
und verlieh der Landschaft etwas Liebliches.


Unser Weg führte zu einem Bergdorf namens Piodao.
Das Dorf zählte zu den zehn "Aldeias Históricas".

Das sind sehr alte Dörfer, 
deren Infrastruktur gefördert werden soll.

Piodao war sehr interesant und unglaublich verwinkelt.
Ich habe nur eine Fotocollage davon gemacht.
Beeindruckt hat mich dort eine sehr alte Frau,
die einen Berg von Farnkraut (Tierfutter!?)
auf dem Rücken über die steilen Wege schleppte.


Alles wirkte sehr idyllisch undwild romantisch,
jedoch nur auf den ersten Blick.

Hier erahnt man, wie beschwerlich das Leben 
für die Bewohner sein muss.

Von Piodao aus führte uns unser Weg 
an einengroßen Stausee
am Rande des Nationalparks.
Hier suchten wir uns wieder ein Hotel.
Vom Balkon unseres Zimmers aus 
hatten wir einen grandiosen Panoramablick. 

Nach einem hervorragendem Abendessen im Hotelrestaurant
und einer ruhigen Nacht erkundeten wir am nächsten Morgen die Umgebung.
Dabei stießen wir auf unsere erste Korkeiche.
Noch dazu war diese frisch geschält
und leuchtete in warmem Rot.


Die Korkeichen faszinierten ich.
Im Laufe des Tages erkannten wir, 
dass das halbe Land aus Korkeichenfarmen besteht.

Hier habe ich ein Stück der Rinde für euch fotografiert.

Kork ist ja zum Glück wieder voll im Trend
und das ist sehr wichtig für die Korkeiche.
 

Die Korkeiche, ist nämlich der einzige Baum, 
dessen Rinde man am lebenden Stamm ernten kann, 
ohne dass er anschließend stirbt.

Eine regelmäßig (ca. alle 10 Jahre abgeerntete Korkeiche)
bildet dickere Korkmasse und bindet in der Rinde 
fünfmal mehr CO2 als andere Bäume.
Außerdem wird der Baum so resistenter gegen Feuer.

Kork hat zudem eine viel bessere Umweltbilanz 
als die neumodischen Aluschraubverschlüsse.

Also für mich gehört ein Korken in die Flasche,
jetzt erst recht!


Vom Norden Portugals ging es dann für uns
an die Südküste - die Algarve.

Davon berichte ich ein anderes Mal.

Ich hoffe euch hat die kleine Reise 
genauso gefallen wie uns.

Bis bald,






Mittwoch, 5. Oktober 2016

Auszeit * break




Meine Lieben,

ich schreibe nun schon so viele Jahre 
ununterbrochen diesen Blog.
Zur Zeit brauche ich aber einfach mal 
eine kleine Auszeit.

Ich hoffe danach seid ihr wieder mit dabei.

Bis bald, 

 


Samstag, 1. Oktober 2016

Baumkronen * Treetops


Heute nehme ich Euch alle mit 
in die Baumkronen des bergischen Landes.

Schon lange hege ich den Wunsch 
einen Baumwipfelpfad zu erkunden.

Jetzt gibt es so etwas ganz in der Nähe, 
in Waldbröl (Nähe Bonn).


Bei tollem Kaiserwetter sind mein Herzallerliebster und ich
in den PANARBORA Park bei Waldbröhl gefahren.

Vom Parkplatz aus begrüßt uns schon der gewaltige Aussichtsturm (34 m).

Bequem, weil barrierefrei, spazieren wir 
spiralförmig den Aussichtsturm empor.


Auf der Aussichtsplattform angekommen
werden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

Bis zum Siebengebirge kann man schauen!

Natürlich habe ich auch fotografiert...


Der Turm hat eine tolle Architektur
und erinnert mich ein wenig an die Reichstagskuppel.

Im unteren Turmbereich geht es dann zum Baumwipfelpfad.

Wir können uns aussuchen, 
ob wir rechts- oder linksherum gehen möchten.
Wir gehen rechts herum.


Die Pfade sind sehr breit angelegt und 
auf stabilen Holzpfählen verlegt.

Je weiter man geht,
desto höher kommt man in die Baumkronen.


Am Ende gibt es einen tollen Ausblick ins Siegtal.

Auf dem Foto erkennt man zwischen den Baumkronen
die Holzstege des Baumwipfelpfades.


Vom Mittelpunkt des Pfades 
kann man auch den Aussichtstrum sehen.

Er ragt sehr imposant
aus den Baumkronen empor.


Faszinierend ist, dass man 
den verschiedenen Baumarten wirklich sehr nah kommt.

Irrietierend ist es, wenn sich die Bäume im Wind wiegen.
Dann meinten wir auch zu schwanken.


Ganz oben in den Fichten zu sein,
war wirklich wunderschön.

Sonst sieht man ja übelicherweise 
nur die Stämme dieser Riesen.


In 23 Meter Höhe kann man 
durch die Wipfel der Fichten spazieren.

Und zwischendurch hatten wir immer wieder
grandiose Ausblicke auf die Landschaft.


Zwischendurch gibt es immer wieder 
sogenannte Lernstationen.

Die sind ganz interessant 
und gerade für Kinder sehr lehrreich.


Natürlich muss man höhentauglich sein,
wenn man über die Holzpfade schlendern will.

Sie sind nichts für Menschen mit Höhenangst.


Früher litt ich auch unter Höhenangst,
aber die ist mit der Zeit immer weniger geworden.

Im Baumwipfelpad habe ich gemerkt,
dass die Höhenangst verschwunden ist - zum Glück! ;-)


Ich habe trotzdem mehr nach oben 
als nach unten geschaut.

Sicher ist sicher!


Das hier ist der höchste Punkt 
auf der Mitte des Weges.

Toll, oder?

Auf dem Rückweg kamen wir an Buchen vorbei,
die wirklich zum Greifen nahe waren.


Auch Birken mit ihren weißen 
Baumstämmen säumen den Pfad.

Hier oben nehmen wir das Rascheln 
der Blätter ganz anders wahr.


Damit endet der kleine Ausflug
in luftige Höhen.
Ein riesiger Kinderspielplatz, ein Irrgarten
und ein großes Restaurant gehören noch mit zum Park.

Vielleicht schreibt ihr mir, wie euch der Rundgang
in den Baumkronen gefallen hat.
Kennt ihr auch solche Parks?