Freitag, 6. März 2015

Es macht mich richtig sauer * it makes me sour


Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, 
gehe ich im wahrsten Sinne des Wortes 
beim Brotpacken auf.

Es macht Spaß mit den Zutaten zu experimentieren
und immer wieder einen neuen Geschmack zu testen.

Diesmal habe ich ein Brot mit Quinoa,
dem Getreide der Inkas, gebacken.


Den neuen Sauerteigansatz,
der innerhalb von drei Tagen fertig war,
hebe ich in einem Glas im Kühlschrank auf.
Dort ist er zwei bis drei Wochen haltbar.

Dafür mische ich 100g Roggenmehl und 100ml Wasser,
verrühre das Ganze und stelle es an einen warmen Ort,
der zwischen 23 und 35 Grad warm ist (Heizung).

Nach 24 Stunden gebe ich wieder 100g Roggenmehl 
und 100ml Wasser dazu und stelle die Mischung wieder warm.
Dasselbe wiederhole ich nach 24 Stunden wieder.
Nach weiteren 24 Stunden ist der Sauerteig fertig.

Dann nehme ich 200 Gramm vom Teig weg und 
hebe es wieder in einem Glas im Kühlschrank auf.
Mit dem Rest wird das Brot gebacken.


Die Zutaten für das Quinoabrot:
300g Sauerteig
300g Roggenmehl
200g Dinkelmehl
100g Quinoa
320 ml Wasser (warm)
20g Salz
5 g Hefe (frisch)
1 Prise Zucker

100g Quinoa in 200ml Wasser aufkochen, Herd ausstellen und 20 Minuten quellen lassen.

5g Hefe im Wasser auflösen und eine Prise Zucker hinzu geben.

Alle Getreide mit Salz mischen, in die Küchenmaschiene geben und mit den restlichen Zutaten gut verkneten.
Danach gönne ich dem Teig 30 Minuten Ruhe.
(Ich stelle ihn dazu in den auf 50 Grad vorgeheizten Backofen)

Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Brotteig
dort "wirken", d.h. mit den Handballen kneten.
Den fertigen Teig in einem Gährkörbchen 1 Stunde gehen lassen (oder in einer Kastenform).

Den Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Ein Schälchen mit Wasser unten in den Ofen stellen.
Das Brot auf ein Backpapier stürzen, auf ein Backgitter legen und auf die mittlere Schiene in den Backofen schieben.

Nach 15 Minuten die Wasserschale aus dem Ofen nehmen
und die Temperatur auf 200 Grad herunterstellen.

Nach weiteren 20 Minuten die Temperatur auf 180 Grad senken. 

20 Minuten später ist das Brot fertig und kann aus dem Ofen geholt werden.
Jetzt wird mit einem Backpinsel reichlich Wasser 
auf der Brotoberfläche verteilt. Das dient zur Krustenbildung.


Das Brot sieht doch fast wie vom Bäcker aus, oder?

Es ist lange haltbar 
und schmeckt auch nach Tagen noch gut.

Ich werde demnächst auch all die leckeren Rezepte probieren,
die Ihr mir habt zukommen lassen.

Herzlichen Dank noch einmal dafür!!!


Ich finde, jeder sollte einmal 
ein eigenes Brot gebacken haben.
Man bekommt einen anderen Bezug zu diesem Lebensmittel
und weiß die Arbeit eines guten Bäckers zu schätzen.

Ich habe gelesen, dass sie Franzosen
das Meiste ihres Gehaltes für Lebensmittel ausgeben,
wir Deutsche geben es dagegen im Baumarkt aus.

Die Lebensmittel werden hier immer billiger angeboten 
und nur wenige machen sich Gedanken, warum das so ist.

Das eigene Brot hat mir wieder gezeigt, 
wieviel Mühe es kostet,
ein gutes Lebensmittel zu erzeugen. 

Habt einen wunderschönen Tag,






Kommentare:

  1. das hört sich sehr spannend an!!! es sieht auf jeden fall sehr lecker aus!!! danke für das rezept und liebe nachtschwärmer-grüße von angie

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  2. Guten Morgen, Claudia,
    noch schöner kann man Brot nicht darstellen und Appetit darauf machen. Danke für das Rezept und die so schönen Fotos.
    Liebe Grüße von Stine

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  3. Das sieht super einladend aus und ist mit wunderschönen Bildern gezeigt, Ich backe Sonntags meine Brötchen immer selber ... und Brot steht schon lange auf meiner To Do Liste.
    LG Uschi

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  4. Liebe Claudia,
    Sauerteigbrot ist einfach am besten. Ich muss unbedingt auch mal
    wieder eins machen. Dein Geteide kenn ich gar nicht muss ich gestehen.....
    Und Deine Bilder sind wieder der Wahnsinn. Wenn man sich vorstellt,
    dass das Model nur ein Brot ist :-))
    Lg Christiane

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  5. Herzlichen Dank für dieses tolle Rezept und diesen informativen post.
    lg
    margit

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  6. Danke für den sehr interessanten Post! Jetzt weiß ich auch, wie man Sauerteig macht, und dass man aus Quinoa auch Brot machen kann! Quinoa essen wir auch sehr gerne, meistens zu Huhn.
    LG Petra

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